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So 29.11.2009 12.03 Uhr | Heidi Huth-Hinrichs | Alle Artikel

Wie kann ein Mensch so leben?


Gemeinwesen | Ehrenamt / Soziales

ohne Ortsangabe - Am 27.11.09 rief mich Marion Krüger, die 1. Vorsitzende der Haustiertafel e.V. an, sie hätte einen Hinweis auf schlechte Katzenhaltung bekommen.

Die Frau, die den Hinweis gegeben hat, sei die Exfrau /Freundin? des Tierhalters. Marion wollte aber nicht alleine dort hinfahren und fragte mich, ob ich mitkommen würde.

Wir haben uns vor Ort mit der Ex getroffen, die einen Schlüssel für die Wohnung hatte.

Als ich zusammen mit der Ex und Frau Krüger die Wohnung betreten habe, bin ich erst mal gleich wieder raus gegangen um meinen Magen zu beruhigen. So einen Gestank habe ich noch nie gerochen.

Katzenkot, Katzenurin, total scharf, dann bin ich wieder rein, mit einem Tuch vor Nase und Mund und bin erst mal in die Scheiße getreten. Katzenscheiße im Flur, im Wohnzimmer, in der Küche.

5 Katzen haben wir gesehen, eine davon mit einer schlimmen Verletzung rund um den Hals, ca. 3 cm breit, das Fell weg bis aufs rohe Fleisch. Die anderen Katzen sahen nicht schlecht aus, nur dünn waren sie.

Die Ex hat die Katzen mit Trockenfutter versorgt, über welches sich die Tiere hungrig hermachten. Die gelben Säcke in der Küche waren aufgerissen, wahrscheinlich von den Katzen.

Zwei Katzentoiletten standen im Flur, die eine Toilette ohne Streu.

Wasser für die Katzen habe ich nicht entdecken können.

Nächste Station war der Schuppen, der mit einem Vorhängeschloss verschlossen war. Durch einen Spalt konnte man einen Käfig mit zwei Kaninchen sehen.

Da das ein Fall für den Tierschutzverein war, wurden Dieser und auch die Polizei von mir informiert, die dann auch am Ort erschienen.

Es kam noch ein Nachbar dazu, der berichtete, der Tierhalter wäre schon einige Tage nicht mehr zu Hause gewesen.

Zusammen haben wir, bepackt mit Transportkisten für die Katzen, die Wohnung noch einmal betreten. Die Katzen haben sich überall verkrochen und wir mussten hinterher. Als ich die letzte Katze unterm Bett hervorgeholt habe, merkte ich, dass meine Knie ganz nass waren und da habe ich erst mal gesehen, dass der Boden des "Schlafzimmers" ziemlich voller Katzenurin war. Hinter jedem Sofa, unter jedem Schrank und auch sonst überlall, außer im Schlafzimmer, lag Katzenscheiße. Am schlimmsten war dieser Geruch.

Dann ging es weiter zum Kaninchenschuppen. Das Schloss an der Tür wurde aufgebrochen. In einem dunklen Schuppen waren Kaninchenkäfige mit teilweise zwei Kaninchen.Die Käfige waren sehr unsauber. In den Käfigen befanden sich zwar Näpfe jedoch ohne Wasser und ohne Futter. Auf einem Käfig hing nur noch das Fell eines Kaninchens, daneben, auch auf dem Käfig, ein gelber Sack mit einem Kadaver. Den gelben Sack habe ich angehoben und ich glaube, das war schon ziemlich süffig da drin....Die fünf Katzen und alle neun Kaninchen wurden vom Tierschutzverein mitgenommen.

Der Gestank haftete an uns und meine Kleidung bis auf die Unterwäsche flogen zu Hause sofort in die Waschmaschine und ich musste dringend unter die Dusche. Bei einem Telefonat am Abend mit dem Polizisten, erzählte mir dieser, dass er noch eine Anhörung hatte und er den Gestank nicht aus der Nase bekam. Kein Wunder, er konnte sich ja auch nicht umziehen, der Ärmste.

Wie kann ein Mensch so leben? Um eine Wohnung einigermaßen sauber zu halten, braucht man kein Geld. Und wenn man seine Tiere nicht versorgen kann, muss man sich Hilfe suchen.
Seine Tiere mehrere Tage sich selbst zu überlassen, stößt bei mir auf völliges Unverständnis.

Der Tierhalter hat sich bereits am Abend bei der Ex gemeldet und meint, seine Tiere wären alle in ordnung gewesen und will uns alle anzeigen. Na denn mal los!

Weitere Bilder im Album.

Schlagworte: schlechte Tierhaltung, Katzen, Kaninchen

Geschrieben auf: mein-nordenham.de


Kommentar 5/5

  • Betreff
    Wie kann ein Mensch so leben
    Datum
    1.12.2009, 16:17 Uhr
    Autor
    Marion Krueger
    Text
    ich kann den Bericht bezüglich der schlechten Katzen.und Kaninchenhaltung nur bestätigen in allen Punkten.Es war wirklich sehr ekelig.Auch in zukunft werde ich mich an Frau Huth-Hinrichs wenden,wenn ich über eventuelle Missstände Kenntnis habe,da brauch ich nicht solange warten.
    Liebe Grüße
    Marion Krüger
    1.Vorsitzende
    Haustier-Tafel e.V

Kommentar 4/5

  • Betreff
    Fotos
    Datum
    1.12.2009, 9:43 Uhr
    Autor
    Heidi Huth-Hinrichs
    Text
    Die Bilder aus der betreffenden Wohnung mussten auf dem Portal gelöscht werden. Wir akzeptieren das natürlich.

Kommentar 3/5

  • Betreff
    Falscher Artikel in NWZ und KZW !
    Datum
    1.12.2009, 9:25 Uhr
    Autor
    Silvia Kerney
    Text
    Das sieht mir doch sehr nach gefilterter Wahrheit aus, oder nicht?
    Recherchiert eigentlich die Zeitung gar nicht, ob das alles so stimmt, was man ihr sagt?
    Kann man ja wohl der Zeitung eben auch nicht alles glauben, was SIE sagt.Wenn sie es unreflektiert übernimmt...
    Schade eigentlich.

Kommentar 2/5

  • Betreff
    Katzen u. Kaninchen befreit
    Datum
    1.12.2009, 7:51 Uhr
    Autor
    Heidi Huth-Hinrichs
    Text
    Heute, am 01.12.09 steht ein Bericht in der Nwz über den Fall. Nur hat der Tierschutzverein in diesem Bericht vergessen zu erwähnen, dass der Tiersuchdienst Wesermarsch e.V. und die Haustiertafel e.V. in
    der Kälte auf den Tierschutzverein fast 1,5 Stunden warten mussten, nachdem sich die 1. Vorsitzende am Telefon zuerst gewunden hat, wie ein Aal um gar nicht herkommen zu müssen und auch keine der Tiere aufnehmen wollte. Das wollte sie nämlich der Ex und auch mir überbügeln! Ja, es ist einfach, die Realität für die Zeitung so zu verändern, dass man gut dasteht. Bringt ja vielleicht noch ein paar Spenden oder Mitglieder...Nur Eines bringt es nicht:Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, die eigentlich die selben Interessen vertreten sollten!

Kommentar 1/5

  • Betreff
    Man denkt immer, sowas passiert nur anderswo -
    Datum
    30.11.2009, 11:20 Uhr
    Autor
    Silvia Kerney
    Text
    - aber doch nicht in der Nachbarschaft!
    Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die sich selbstlos und ohne großes Federlesens für die vernachlässigten und gepeinigten Tiere eingesetzt haben!!Und wir alle, die wir Hunde, Katzen oder sonst ein Haustier halten, sollten überlegen, ob wir die Nerven für so einen Einsatz hätten... Ich weiß, dass ICH jedenfalls für lange Zeit von Alpträumen geplagt wäre nach dem Anblick solcher Zustände. Und sicher sind es noch die harmloseren Bilder, die hier veröffentlicht wurden.Wir sind alle aufgerufen, die Augen aufzuhalten und Missstände zu melden!
    Und die Helfer bei ihrer Hilfe zu unterstützen: Sei es durch tatkräftiges Anpacken oder durch Spenden, die die Arbeit weiter möglich machen.


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