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Nordenham/Bremerhaven -
Mittwochabend, 20. Januar, 19:25 Uhr auf der A27 zwischen Fischereihafen-Süd und Wulstorf:
Das Autoradio warnt uns vor einem Geisterfahrer in genau diesem Abschnitt - aber dem Himmel sei Dank sehen wir nur einige Polizeiautos mit Blaulicht in beiden Fahrtrichtungen auf der Suche...
Endlich - wir sitzen in der Stadthalle und ich rätsele, ob beim draußen schon angekündigten 'Musikantenstadl mit Andy Borg' hier wohl die Halle bebt... heute jedenfalls klaffen einige Lücken in den Reihen, es ist nicht ausverkauft.
An der Qualität von Max Raabe konnte es nicht liegen, aber mir kam im Laufe des Abends der Gedanke, ob die Bremerhavener ihre Halle kennen und deshalb wissen, dass solch eine Veranstaltung dort nicht gut aufgehoben ist:
Die Fabrikhallenatmosphäre und die unglückliche Bestuhlung beeinträchtigen den Genuß und lassen nicht die heimelige und intime Stimmung aufkommen, die der musikalischen Darbietung angemessen wäre.
Und der einzige Sitzriese im Saal hatte seinen Platz - jetzt raten Sie mal - direkt vor mir.
Wie gesagt, die Halle war nicht ausverkauft, aber dennoch, direkt vor MIR...
Nach der Pause haben wir uns dann in unserer Reihe auf zwei leere Plätze weiter links gesetzt, der Reiz breiter Schultern und eines kräftigen Männernackens waren an mich gestern Abend gänzlich verschwendet...
Davon abgesehen:
Max Raabe und sein Orchester waren sehens- und hörenswert. Verblüffend immer wieder, mit welcher Leichtigkeit er ernsthaft-melancholische und heiter-anachronistische Lieder aus einer ganz anderen Zeit in unsere heutige versetzt: Wie sehr die Texte von damals auch jetzt noch den Kern treffen, wie Max Raabe süffisant das Zeitlose in diesen Stücken einer vergangenen Epoche vorträgt, das macht einfach nur Spaß.
Seine kurzen Kommentare zwischendrin, diese staubtrockene Ironie in Stimme und Mimik - da haben nicht nur die zahlreichen Älteren im Saal ihre Freude gehabt, von denen man annehmen konnte, dass sie die Musik noch aus Kindertagen kannten...
Wenn er mit rollendem "R", Erotik in der Stimme und einem Zwinkern im Blick genußvoll den klangvollen Namen der einzigen Frau im Orchester nannte: "Cecilia Crisafulli" - ging ein amüsiertes Raunen durch's Publikum.
An der Bar im Gedränge während der Pause kam ich (irgendwie zwangsläufig...) mit einem anderen Besucher ins Gespräch: Ein Australier auf Deutschlandtour, der auch noch die Berliner Philharmoniker und das Dresdner Opernhaus besuchen wollte, wie er mir erzählte, war restlos begeistert von der künstlerischen Darbietung - sowas habe er noch nie gesehen.
Was für ein Glück, dass er nicht zur Oper gegangen ist, dieser Max Raabe - was für ein Verlust wäre das gewesen, denn er und sein Orchester sind einzigartig.
Ein Konzert, das sich gelohnt hat - nur das Ambiente liess stark zu wünschen übrig.
Und die zahlreich vorhandenen Security-Leute machten es auch nicht besser.
Hat Bremerhaven mit einemTerroranschlag gerechnet gestern abend?
Das Autoradio warnt uns vor einem Geisterfahrer in genau diesem Abschnitt - aber dem Himmel sei Dank sehen wir nur einige Polizeiautos mit Blaulicht in beiden Fahrtrichtungen auf der Suche...
Endlich - wir sitzen in der Stadthalle und ich rätsele, ob beim draußen schon angekündigten 'Musikantenstadl mit Andy Borg' hier wohl die Halle bebt... heute jedenfalls klaffen einige Lücken in den Reihen, es ist nicht ausverkauft.
An der Qualität von Max Raabe konnte es nicht liegen, aber mir kam im Laufe des Abends der Gedanke, ob die Bremerhavener ihre Halle kennen und deshalb wissen, dass solch eine Veranstaltung dort nicht gut aufgehoben ist:
Die Fabrikhallenatmosphäre und die unglückliche Bestuhlung beeinträchtigen den Genuß und lassen nicht die heimelige und intime Stimmung aufkommen, die der musikalischen Darbietung angemessen wäre.
Und der einzige Sitzriese im Saal hatte seinen Platz - jetzt raten Sie mal - direkt vor mir.
Wie gesagt, die Halle war nicht ausverkauft, aber dennoch, direkt vor MIR...
Nach der Pause haben wir uns dann in unserer Reihe auf zwei leere Plätze weiter links gesetzt, der Reiz breiter Schultern und eines kräftigen Männernackens waren an mich gestern Abend gänzlich verschwendet...
Davon abgesehen:
Max Raabe und sein Orchester waren sehens- und hörenswert. Verblüffend immer wieder, mit welcher Leichtigkeit er ernsthaft-melancholische und heiter-anachronistische Lieder aus einer ganz anderen Zeit in unsere heutige versetzt: Wie sehr die Texte von damals auch jetzt noch den Kern treffen, wie Max Raabe süffisant das Zeitlose in diesen Stücken einer vergangenen Epoche vorträgt, das macht einfach nur Spaß.
Seine kurzen Kommentare zwischendrin, diese staubtrockene Ironie in Stimme und Mimik - da haben nicht nur die zahlreichen Älteren im Saal ihre Freude gehabt, von denen man annehmen konnte, dass sie die Musik noch aus Kindertagen kannten...
Wenn er mit rollendem "R", Erotik in der Stimme und einem Zwinkern im Blick genußvoll den klangvollen Namen der einzigen Frau im Orchester nannte: "Cecilia Crisafulli" - ging ein amüsiertes Raunen durch's Publikum.
An der Bar im Gedränge während der Pause kam ich (irgendwie zwangsläufig...) mit einem anderen Besucher ins Gespräch: Ein Australier auf Deutschlandtour, der auch noch die Berliner Philharmoniker und das Dresdner Opernhaus besuchen wollte, wie er mir erzählte, war restlos begeistert von der künstlerischen Darbietung - sowas habe er noch nie gesehen.
Was für ein Glück, dass er nicht zur Oper gegangen ist, dieser Max Raabe - was für ein Verlust wäre das gewesen, denn er und sein Orchester sind einzigartig.
Ein Konzert, das sich gelohnt hat - nur das Ambiente liess stark zu wünschen übrig.
Und die zahlreich vorhandenen Security-Leute machten es auch nicht besser.
Hat Bremerhaven mit einemTerroranschlag gerechnet gestern abend?
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