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Do 25.11.2010 08.04 Uhr | Hilde Androsch | Alle Artikel

Hindernis für Rollstuhlfahrer


Gemeinwesen | Verkehr

Mit Schwung die Rampe runter ohne Geländer - Hilde Androsch
Mit Schwung die Rampe runter ohne Geländer
Haltemöglichkeit im Abteil auf der Fahrt von Nordenham nach Brake - Hilde Androsch
Haltemöglichkeit im Abteil auf der Fahrt von Nordenham nach Brake
Nordenham - In der Ausgabe Brake der NWZ ist heute ein Bericht: Behindertenbeirat kritisiert Regio S Bahn. Gefälle nicht zu schaffen!
http://www.nwzonline.de

Über die Faltrampe haben wir am 23.11. bei der öffentlichen Sitzung des Arbeitskreises Fahrgastbeirat lebhaft diskutiert. In Nordenham hatten wir die Möglichkeit am 18. November zu fragen und hatten um "Rampentest" gebeten. Vergleiche "Schwungbild" im Album http://www.mein-nordenham.de bzw. links von mir, Rollstuhlfahrer war nicht dabei.

In Nordenham hat man immer schon genügend Zeit gehabt, in den Zug zu kommen. Hier steht der Zug nun ja immer viel länger, weil Endstation (nicht nur 2 Minuten, auch künftig) und das Zugbegleitperson und auch Mitreisende waren immer hilfsbereit.

Bevor die DB die roten Züge eingesetzt hat vor einigen Jahren war es auch in Nordenham schwieriger, aber zu schaffen. Dann kamen die roten Züge mit Hublift. Wir haben das ab 2008 dann nicht nur einmal bei Treffen in Nordenham getestet (Herr Wispeler und weitere Rollstuhlfahrer waren auch dabei zwischendurch, schwere Elektro-Rollstühle bereiteten keine Probleme). Keine Ein- und Ausstiegschwierigkeiten in Nordenham. Ausstieg in Brake ebenfalls easy, weil hier die Bahnsteighöhe stimmt nach Umbau Bahnsteighöhe. Da saß auch schon die Zeit im Nacken bei den genannten Minuten Zwischenhalt.

In Nordenham war es das Problem, dass 2 Züge am Tag nicht von Gleis 1 abfahren und für Moblitätseinschränkte nicht oder nur schwer zu erreichen sind, einmal mittags und dann der letzte, der in Nordenham ankommt und hier stehen bleibt. Wir haben in Nordenham keine Unterführung, wie in Rodenkirchen (da ist es überhaupt nicht möglich für Rollstuhlfahrer vom Bahnsteig weg zu kommen, wenn man von Bremen kommt....)

Bei einem Treffen des Arbeitskreises Fahrgastbeirat in Rodenkirchen ist auch ein Vertreter der DB dabei gewesen und ich habe das Problem als Nordenhamerin angesprochen. Zwei Züge '"parken" hintereinander (ein Zug bleibt nachts in Nordenham stehen) geht nicht von den Vorschriften. "Könnte nicht der letzte Zug auf Gleis 1 landen? Da sind oft Fernreisende drin mit Koffer." Überprüfung versprochen, und umgesetzt worden, auch wenn es, wie schon angekündigt war, etwas gedauert hat.

Jetzt sind die Züge abends mit Sicherheit kürzer (werden dem Fahrgastaufkommen entsprechend zusammen gestellt). Wäre aber gut zu wissen, ob es Gleis "zwei" Ab- und Ankünfte in Nordenham gibt und wann.

Und da ist dann schon wieder ein Problem: Züge sind dann voller.

Was wir als "Tester" auf der Fahrt von Nordenham nach Brake als toll empfunden haben: Stangen zum Festhalten mitten im Zug, ist die nächste Barriere, nicht nur für Leute mit GdB-Ausweis. Man kommt nicht durch evtl.!

Ich habe die Faltrampe auch aus Sicht Nichtmobilitätseinschränkte angesehen. Passt auf die Faltrampe überhaupt ein breiter Geschwisterkinderwagen, weil sie ja ziemlich schmal ist?
Wie hält man 3 oder 4 Kinder "in Schach", wenn man sich um Hilfe Reinheben durch Mitreisende oder um Rampe gemüht (liegt im Zug zusammengefaltet)?

Tür inzwischen dicht und 4jähriger, der noch auf dem Bahnsteig steht kriegt Panik.

Kinderwagen mit den beiden Kleinen drin und Abstellplatz suchen: 4jähiger hüpft derweil auf der Rampe, weil es so schön wackelt.

Oder dürfen Leute ohne GdB-Ausweis die Rampe gar nicht nutzen?

Wenn man einen Fahrradurlaub mit Gepäck plant, geht's ja auch kaum rein und raus aus dem Zug (nur Brake relativ einfach möglich..).

Fahrrad sollte man nach den Infos Nordwestbahn besser anmelden.

Kinderwagen oder Rollator auch?

Bei Rollstuhl würde ich das auf jeden Fall immer per Mail oder Handy machen....

Hat nur nicht jeder Internetmöglichkeit und Handy ist teuer, weil 180er-Nummer!

Faltrampe ist nur Notbehelf und da hat die Nordwestbahn schnell regaiert, finde ich!

Mein Vorschlag bis die Bahnsteige angpasst sind (das ist nicht im Aufgabenbereich der Nordwestbahn):

An jedem Bahnsteig (wo es irgendwie geht) eine drei Meter breite Betonrampe mit Geländer und einer Neigung, die der Norm entspricht.

HIER ist die POLITIK gefragt....

Ob nun "echt mit Ausweis" mobiliätiseingeschränkt oder ganz normal nicht so schnell, sei es auch nur, weil viel Gepäck dabei - macht doch keinen Unterschied; oder?

Schlagworte: Barrierefreiheit Bahnsteige Wesermarsch

Geschrieben auf: mein-nordenham.de

Verknüpft mit der Gruppe: Bahnhof und Züge und Busse


Kommentar 1/1

  • Betreff
    Kinderschwund
    Datum
    29.11.2010, 15:14 Uhr
    Autor
    Hilde Androsch
    Text
    Kommt schon mal vor, das bei Zugfahrten die Zahl der Kinder runtergeht; hat zwar nix mit direkt Barrierefreiheit/nordwestbahn zu tun:
    http://www.nwzonline.de,
    aber bei Einstieg in Zug kann sowas durchaus mal passieren, wenn es voll am Bahnsteig und im Zug ist. 12jähriger kommt auch allein klar, bei KLEINEREN kann es heftig werden....Meine Tochter hat auch einen entdeckerfreudigen Sohn. Inzwischen ist er 11 und "vernünftig". Vor ein paar Jahren bestand am Bahnhof Bremen immer die Gefahr, dass er im Getümmel untergeht.Wenn es gar zu schlimm wurde: Am Ohr festhalten, zwar lauter Protest, aber alle sind im Zug gewesen;-)


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